Gerhard Heiming Mit einer Neuordnung ihres Forschungsprogramms will die NATO Science and Technology Organization die Wissenschaft enger an den militärischen Fähigkeitsbedarf anbinden. Am 1. Juli hat die NATO Science and Technology Organization (STO) mit der Umsetzung einer grundlegenden Neustrukturierung ihres kooperativen Arbeitsprogramms (Collaborative Programme of Work, CPoW) begonnen. Nach Einschätzung der STO handelt es sich dabei um einen historischen Meilenstein, um den technologischen Vorsprung der Allianz in einem sich rasch wandelnden geopolitischen und technologischen Umfeld zu sichern. Das primäre Ziel der Restrukturierung besteht darin, die wissenschaftliche Forschung der STO enger mit der Entwicklung moderner militärischer Fähigkeiten zu verzahnen. Detaillierte Informationen zum Übergangsprozess sowie zu den über 450 laufenden Aktivitäten wurden gleichzeitig im CPoW-Bericht 2026 veröffentlicht. Das kooperative Arbeitsprogramm der STO bildet mit rund 5.000 beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren aus Regierungen, Industrie, Forschungseinrichtungen und akademischen Institutionen das weltweit größte Forschungsnetzwerk im Verteidigungsbereich. Es stellt den NATO-Mitgliedern sowie Partnerstaaten die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für weltweit führende, interoperable Kapazitäten bereit, die für eine glaubwürdige Abschreckung und effektive Verteidigung unerlässlich sind. Die tiefgreifende Modernisierung beendet eine über zwei Jahrzehnte bestehende Struktur. Die zuvor acht wissenschaftlich-technischen Ausschüsse (Scientific and Technical Committees, STC) wurden auf Beschluss des NATO Science & Technology Board (STB) thematisch neu geordnet und auf nunmehr neun Ausschüsse erweitert. Digital Monatsabo
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