Trump legt Berufung gegen $83 Millionen Urteil ein
WASHINGTON, 28. Juli (Reuters) - Die Anwälte von Donald Trump haben beim Obersten Gerichtshof der USA beantragt, ein Urteil in Höhe von 83,3 Millionen Dollar aufzuheben, das ihm im Defamationsfall gegen die Autorin E. Jean Carroll auferlegt wurde. Dies berichtete Axios am Dienstag.
Hintergrund des Falls
In den letzten sieben Jahren hat Carroll insgesamt 88,3 Millionen Dollar in zivilrechtlichen Urteilen gegen Trump gewonnen. Das erste Mal, dass Carroll öffentlich machte, dass Trump sie 1996 in einer Umkleidekabine des Kaufhauses Bergdorf Goodman in Manhattan vergewaltigt habe, war während seiner Präsidentschaft. Trump bestritt diese Vorwürfe vehement.
Details zu den Urteilen
- Im Jahr 2022 wurde Trump von einer Jury verurteilt und zu einem Schadensersatz von 5 Millionen Dollar verurteilt, basierend auf einer seiner öffentlichen Denial gegenüber Carroll.
- Eine andere Jury entschied im Jahr 2024, dass Trump 83,3 Millionen Dollar an Carroll zahlen müsse, basierend auf seiner ursprünglichen Leugnung aus dem Jahr 2019 während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus.
Aktueller Stand
Gerichtsdokumente zeigen, dass Carroll bereits fast 5,63 Millionen Dollar von Trump erhalten hat. Der Antrag auf Berufung, der in den Nachrichten von Axios veröffentlicht wurde, kommt nur einen Monat, nachdem der Oberste Gerichtshof Trumps Versuch abgelehnt hat, das Urteil von 5 Millionen Dollar aufzuheben, welches die Jury ihm auferlegt hatte.
Reaktionen
Das US-Justizministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu diesem Fall. Die Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Trump und Carroll haben und auf die Wahrnehmung von Recht und Gerechtigkeit in ähnlichen Fällen.
Schlussfolgerung
Die Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und E. Jean Carroll ist ein bedeutender Fall, der Fragen der öffentlichen Verantwortung und der Rolle von Verleumdung im Kontext von Macht und Einfluss aufwirft. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte nicht nur die beteiligten Personen betreffen, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für zukünftige Fälle dieser Art beeinflussen.