eiscafe-pabst.de
Startseite/Wirtschaft/Open Science: Der Weg zu einer transparenten und zugänglichen Wissenschaft
Wirtschaft

Open Science: Der Weg zu einer transparenten und zugänglichen Wissenschaft

Einführung in Open Science Der Begriff Open Science beschreibt einen grundlegenden kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation. Computergestütztes Arbeiten und digitale Kommunikationsmitte...

21 juin 2026
Open Science: Der Weg zu einer transparenten und zugänglichen Wissenschaft

Einführung in Open Science

Der Begriff Open Science beschreibt einen grundlegenden kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation. Computergestütztes Arbeiten und digitale Kommunikationsmittel fördern einen offeneren und effektiveren Austausch von Informationen innerhalb der Wissenschaft und erleichtern den Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft.

Die Grundsätze von Open Science

Das Ziel von Open Science ist es, den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Forschungsdaten und Software so offen wie möglich zu gestalten. Dieser offene Zugang soll durch das Minimieren finanzieller, technischer und rechtlicher Hürden erreicht werden. Die Vorteile sind vielfältig:

  • Erhöhung der Transparenz und der Möglichkeiten zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeiten.
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wissenschaft durch verbesserte Informationsversorgung.
  • Förderung von Innovationen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, durch erleichterten Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft.

Meilensteine der Helmholtz-Gemeinschaft

Im Jahr 2003Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Im September 2022 wurde die Helmholtz Open Science Policy verabschiedet, die die offene Publikation von Fachartikeln, Forschungsdaten und Software zur Norm macht.

Leitprinzipien und Ziele

Die Helmholtz Open Science Policy formuliert zentrale Leitprinzipien und setzt klare Ziele, um einen gemeinsamen Rahmen für Open Science an unseren Forschungszentren zu schaffen. Diese Richtlinie ersetzt die bereits seit 2016 bestehende Open-Access-Richtlinie sowie die Richtlinie für Mittelempfänger:innen des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft aus 2013.

Umgang mit Forschungsdaten

Ein ergänzendes Positionspapier definiert unseren Umgang mit Forschungsdaten. Es behandelt Fragen des offenen Zugangs, die Qualifizierung von Datenspezialist:innen sowie die Bereitstellung digitaler Informationsinfrastrukturen und deren organisatorische und finanzielle Absicherung. Empfohlene Richtlinien für die Helmholtz-Zentren zum Umgang mit Forschungsdaten runden das Angebot ab.

Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung

Ein weiteres Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft ist der nachhaltige Umgang mit Forschungssoftware. Seit 2016 existiert eine Open-Access-Richtlinie, die einen klaren Handlungsrahmen für die Transformation wissenschaftlicher Ergebnisse in den Open Access bietet. Diese Richtlinie sieht vor, dass Publikationen in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich gemacht werden.

Informationsangebote und Dialog

Die Mission des Helmholtz Open Science Office ist die Förderung des kulturellen Wandels hin zu Open Science. Gegründet im Jahr 2005, fungiert das Office als Dienstleister, der den Kulturwandel unterstützt. Es richtet sich an alle Beteiligten innerhalb von Helmholtz und fördert die Sichtbarkeit im Bereich Open Science.

Um Open Science in den Helmholtz-Zentren zu bewerben, pflegt das Office einen Dialog mit Wissenschaftlern, Administratoren und Serviceeinrichtungen wie Bibliotheken und Datenzentren. Regelmäßige Workshops, Vorträge und Diskussionen informieren über Chancen und Herausforderungen von Open Science.

Newsletter und Informationsangebote

Der Helmholtz Open Science Newsletter informiert über aktuelle Entwicklungen im Bereich Open Science, mit einem besonderen Fokus auf helmholtz-relevante Aktivitäten. Der Newsletter erscheint mindestens vierteljährlich und richtet sich sowohl an Mitglieder der Helmholtz-Zentren als auch an externe Interessierte.

Für weiterführende Informationen über die Vorteile von Open Science und konkrete Projektaktivitäten besuchen Sie bitte die Helmholtz Open Science Website.

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Bund und Länder verfolgen mit der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) das Ziel, Datenbestände aus der Forschung nach den FAIR-Prinzipien systematisch zu erschließen und besser zugänglich zu machen. Die NFDI wird als Netzwerk von Fachkonsortien über einen Zeitraum von drei Jahren in drei aufeinanderfolgenden Förderphasen aufgebaut.

Helmholtz-Zentren sind aktiv an der Gestaltung des NFDI-Vereins beteiligt und haben sich als antragstellende oder teilnehmende Institutionen in verschiedenen Konsortien engagiert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Open Research Data.

Artikelreihe zu Open Science

Heinz Pampel vom Helmholtz Open Science Office beschäftigt sich in einer dreiteiligen Artikelreihe mit dem Thema Open Science:

  • Offene Daten für die Forschung
  • Offene Fachartikel aus der Forschung
  • Open Source in der Forschung
/Verwandte Artikel/