Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster modernisiert zentrale Integrationsinfrastruktur
Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster hat im Rahmen einer umfassenden Modernisierung seiner IT-Infrastruktur seine zentrale Integrationsplattform erneuert. Die bisherige Lösung, Mirth Connect, wird durch InterSystems Health Connect ersetzt. Diese Integrationsplattform fungiert als zentrale Schnittstelle für den Datenaustausch und bietet zusätzlich hochvolumige Transaktionsunterstützung, Prozessmanagement und Monitoring für geschäftskritische Gesundheitsanwendungen.
Ziel des Projekts
Die Hauptziele des Projekts sind die Verbesserung der Interoperabilität zwischen klinischen und administrativen Systemen sowie die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Schnittstellen und der ausgetauschten Daten. Mit der Erneuerung der Schnittstellenarchitektur legt das FEK die technologische Grundlage für die zuverlässige Anbindung von über 50 Systemen und rund 100 Datenverbindungen.
Transparenz und Ausfallsicherheit
Wesentliche Treiber für die Modernisierung waren zwei Aspekte:
- Bessere Beherrschbarkeit von Betrieb und Fehlersuche: In der bisherigen Umgebung erwiesen sich Troubleshooting und Message Tracing als komplex und zeitaufwendig. Mit InterSystems Health Connect erhält das FEK eine Lösung, die deutlich höhere Transparenz bei der Benennung, Nachverfolgung und Verwaltung von Schnittstellen bietet.
- Steigerung der Ausfallsicherheit: Die neue Lösung ermöglicht es, Schnittstellendaten in einem Mirroring-Verbund synchron zwischen mehreren Servern zu replizieren. Fällt das Primärsystem aus, übernimmt ein Standby-System automatisch den Betrieb, sodass Schnittstellen ohne Unterbrechung weiterlaufen.
„Für uns war entscheidend, die Integrationsplattform aus der ‚Black Box‘ herauszuholen und mehr Transparenz in Betrieb und Fehlersuche zu bringen“, erklärt Benjamin Harfst, Abteilungsleiter für Medizin- und Informationstechnik am FEK. „Gleichzeitig wollten wir unsere Abhängigkeit von externer Unterstützung reduzieren und eine zukunftsfähige Infrastruktur aufbauen.“
Schnelle Umsetzung durch Schulung und Migration
Die Implementierung der neuen Plattform erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem FEK und InterSystems. Nach nur drei Tagen Schulung waren zwei Mitarbeitende des Krankenhauses in der Lage, einen Großteil der komplexeren Schnittstellen eigenständig umzusetzen. Unterstützt wurde die Migration durch ein von InterSystems bereitgestelltes Toolset, das die Übernahme bestehender Integrationen erheblich vereinfacht hat.
Innerhalb von drei Tagen konnten sämtliche Komponenten zu externen Systemen, einschließlich der Konfigurationseinstellungen, importiert werden. Dieser reduzierte manuelle Aufwand hat nicht nur die Projektlaufzeit verkürzt, sondern auch die Gesamtkosten des Projekts gesenkt. „Das Projekt zeigt, wie schnell und strukturiert sich auch komplexe Integrationslandschaften modernisieren lassen“, so Timo Stöber, Sales Manager bei InterSystems.
Nachhaltiger Know-how-Aufbau
Für den laufenden Betrieb wurde die Administration der Kommunikationslandschaft erleichtert. Das FEK kann nun seine Abhängigkeit von externer Unterstützung im Schnittstellenbetrieb merklich verringern. Das Krankenhaus verfügt über ein erfahrenes internes IT-Team mit langjähriger Expertise im Bereich Interface Engineering und hat die neue Lösung gezielt so eingeführt, dass Know-how nachhaltig im eigenen Haus aufgebaut wird.
Grundlage für zukünftige Interoperabilitätsvorhaben
Mit der Entscheidung für InterSystems Health Connect modernisiert das FEK nicht nur seine bestehende Schnittstellenlösung, sondern schafft auch die Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen. Ein zentrales Ziel ist, die neue Infrastruktur konsequent an aktuellen Interoperabilitätsstandards auszurichten. Die Unterstützung von HL7 FHIR legt die Grundlage für künftige Digitalisierungs- und Integrationsprojekte.
Über das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster
Als kommunales Krankenhaus und einziger Standort für die Gesundheitsversorgung in der Region erfüllt das Friedrich-Ebert-Krankenhaus seinen Versorgungsauftrag für die Menschen in Neumünster und dem mittelholsteinischen Umland. Über die Regelversorgung hinaus decken die mehr als 2.700 Mitarbeitenden nahezu alle Fachbereiche ab – von der Geburt bis ins hohe Alter. Das FEK bietet eine umfassende medizinische und pflegerische Versorgung, die durch belegärztliche Leistungsangebote und medizinische Kooperationen ergänzt wird. Das Krankenhaus verfügt über 730 Planbetten, einschließlich einer psychiatrischen Tagesklinik. Jährlich werden rund 27.700 Patientinnen und Patienten voll- und teilstationär sowie mehr als 65.000 ambulant behandelt.
Über InterSystems
InterSystems, ein Anbieter kreativer Datentechnologie, liefert eine einheitliche Grundlage für Anwendungen der nächsten Generation für Kunden aus den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzen, Fertigung und Supply Chain in mehr als 80 Ländern. Die Cloud-First-Datenplattformen von InterSystems lösen Interoperabilitäts-, Geschwindigkeits- und Skalierbarkeitsprobleme für große Organisationen weltweit. Das 1978 gegründete Unternehmen bietet seinen Kunden und Partnern weltweit einen mehrfach ausgezeichneten 24/7-Support, der höchste Qualitätsstandards erfüllt. InterSystems hat seinen Hauptsitz in Boston, USA, und betreibt 38 Niederlassungen weltweit.
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